Das Schlafzimmer einrichten

Selbstverständlich hat eine Wohnung auch ein Schlafzimmer (manchmal nur einen Wohn-Schlaf-Raum), das will auch eingerichtet werden.

Obgleich die Einrichtung eines Schlafzimmers so naheliegend erscheint, daß man wenig “falsch” machen oder vergessen kann, teile ich trotzdem gerne meine Schlafzimmerüberlegungen mit euch.

Mein Schlafzimmer ist ein relativ quadratischer, abgeschlossener Raum, es stellt also keine große Herausforderung dar, es zu möblieren.

Ein Bett im Schlafzimmer?

Ihr werdet es kaum glauben, aber in meinem Schlafzimmer gibt es tatsächlich ein Bett – das macht den Raum ja erst zum Schlafzimmer 😉

Matratze oder Wasserbett?

Ein neues Bett – vielleicht ein Wasserbett? Das klingt bequem, bewährt sich aber nicht für jeden. Bevor ihr euch ein Wasserbett zulegt, bedenkt, daß die hunderten von Litern Wasser in eurem Bett beheizt werden müssen, damit es nachts angenehm warm ist und es leider schnell wieder abkühlt, wenn das Bett nicht zugedeckt ist. Für Energiesparer ist es also nichts.
Außerdem müssen sehr viele Liter Wasser in das Wasserbett, das macht es schwer und man bekommt das Wasser auch nicht so schnell raus, wenn man das Bett z.B. umziehen will.
Um das Wasser “frisch” zu halten, werden Reinigungs- und Pflegemittel zugegeben und auch die Oberfläche des Betts soll sauber gehalten werden.
Der Komfort eines Wasserbetts kommt offensichtlich nicht ohne “Schattenseiten”.

Also doch ein traditionelles Bett mit Matratze? Dann bleibt die Wahl des Bettgestells (die hat man natürlich auch beim Wasserbett), die gibt es aus Metall oder Holz, mit Kopf- und Fußteil oder minimalistisch.
Betten aus Metall haben theoretisch den Vorteil, daß sie im Gegensatz zu alten Holzbetten nicht knarzen. Ich schreibe theoretisch, da mir auch bei Holzbetten bisher kein (unangenehmes) Knarzen aufgefallen ist.
An meinem Metallbett habe ich jedenfalls bisher keinen Nachteil festgestellt.
Was Kopf- und Fußteil angeht, ist das hauptsächlich eine Frage des Geschmacks, bei einem ganz niedrigen Fußteil kann man aber ggf. seine Füße überhängen lassen.

Welche Größe für’s Bett?

Es gibt verschiedene Kombinationen für die Maße von Betten, insbesondere in der Breite. Was die Länge angeht, will der Mensch mit Durchschnittsgröße 2 Meter, da kann man sich ausstrecken, ohne anzustoßen und man hat ja auch gerne bei Kopf und Füßen noch etwas Platz, selbst wenn man sich nicht ausstreckt.
Wer knapp unter 2m groß ist oder sogar größer, der will natürlich ein längeres Bett.
Was die Breite angeht, kann ich die gebräuchlichen 1,40m durchaus empfehlen, wenn der Raum groß genug ist – auch wenn man schlank ist und nicht teilen muß, fühlt man sich da nicht verloren und kann sich bequem umdrehen und ausbreiten.
Wer sein Bett jede Nacht teilen will, will wahrscheinlich lieber eine Breite zwischen 1,60m und 2m (wenn der Platz da ist).

Was ist bei der Bettwäsche zu beachten?

Ihr habt ein Bettgestell, ihr habt eine Matratze, für einen guten Schlaf fehlt noch Bettdecke, Kopfkissen und natürlich der Bettbezug.
Hierzulande sind zwei Kopfkissenmaße gebräuchlich, 80×80 cm und 40×80 cm, es empfiehlt sich eine Standardgröße zu nehmen, weil es dann einfacher ist passende Bettwäsche zu bekommen. Angenehm sind Federkissen, die sind weich und ein Naturprodukt und haben sich lange bewährt.
Auch für die Bettdecke erscheint ein Naturprodukt vorteilhaft. Gute Seidendecken sind leicht, halten einen im Winter und im Sommer wohltemperiert und kümmern sich um die Feuchtigkeitsregulation.
Die “Standardmaße” sind 135x200cm und 155x 220cm, wobei das zweite als “Komfortgröße” zählt und wer hätte nicht gerne Komfort beim Schlafen? Da kann man die Bettdecke nachts bequem über den Kopf ziehen und die Füße bleiben zugedeckt.

Seine Bezüge kauft man in den entsprechenden Maßen zur Bettwäsche.
Was das Material angeht hat man ebenfalls eine Auswahl. Im Winter will man wahrscheinlich einen kuschligen, flauschigen Bettbezug – es nennt sich “Biber”.
Für den Sommer haben mich meine Recherchen zu Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle in Fadendichte 200 geführt. Ägyptische Baumwolle ist besonders langfasrig und daher wohl stabiler. Die Fadendichte hat Auswirkung auf die Festigkeit des Gewebes und evtl. den Glanz. Bettwäsche soll natürlich weich und nicht kratzig sein, ganz glatt und glänzend mag ich sie aber auch nicht, da hätte ich eine höhere Fadendichte nehmen müssen.

Das Muster der Bettwäsche ist selbstverständlich Geschmackssache, die Bettwäsche-Desinger scheinen eine Vorliebe für Blumen und exotische Muster zu haben – wem das nicht so gefällt, wird hier eine kleine Herausforderung haben etwas schönes zu finden.

Wozu braucht man einen Matrazenschonbezug?

Manche Matratzen haben einen abnehmbaren Bezug, den man waschen kann, aber es gibt auch welche, bei denen man den Bezug nicht abnehmen kann. Nun schwitzt man ja bekanntlich in der Nacht, vielleicht sabbert man auch oder man verschüttet beim Frühstück im Bett seinen Tee und Orangensaft – alles Dinge, die der Bettbezug alleine vielleicht nicht aufsaugen kann. Die Flecken landen also auf dem Matratzenschoner, den man einfach in die Waschmaschine schmeißen kann – das möchte ich mal sehen, wie jemand eine ganze Matratze in die Waschmaschine steckt ;).

Natürlich sammeln sich auf Dauer auch Fusseln und Hautschuppen und womöglich Milben(!) im Matratzenschoner (oder der Matratze), da ist es auch vorteilhaft, wenn man den Schoner mal waschen kann.

Auch für ein Schlafsofa kann ein Schonbezug praktisch sein, es ist eine zusätzliche weiche Auflage (unter dem Bettuch) und schützt den Sofabezug vor Schweiß und Sabber der Gäste.

Bettkasten – ja oder nein?

Manche Bettgestelle kommen mit integriertem Bettkasten – das ist ordentlicher Stauraum unter dem Bett – wer würde das nicht wollen?
Je nachdem wie das “Bettkastensystem” gestaltet ist – ob es offene Schubladen sind oder abgeschlossene, sammeln sich Staub, Fusseln und Haare mehr oder weniger unter dem Bett und in den Bettkästen. Da die Fläche unter dem Bett nicht mehr frei, sondern durch die Kästen belegt ist, kann man auch nicht mehr so gut unter dem Bett saugen und damit den Staub entfernen.
Wer sich also für einen Bettkasten (zusätzlichen Stauraum) entscheidet, sollte die Staubproblematik im Hinterkopf behalten und ggf. auf einen abgeschlossenen und leicht hervorziehbaren Bettkasten achten.
Wer sich gegen einen Bettkasten entscheidet und wem später der Stauraum fehlt, der hat immernoch die Möglichkeit verschließbare Unterbettkommoden aus Plastik nachträglich zu kaufen.

Ablagefläche neben dem Bett

Neben dem Bett will man eine Ablagefläche, der Fachterminus ist “Nachttischchen”. Die sind ungefähr so hoch wie das Bett und praktisch ist es, wenn sie zumindest ein geschlossenes Fach (Schublade oder Türchen) haben, in dem man z.B. Kleinkram und Zettel aufbewahren kann, damit die Sachen nicht immer wegwehen, wenn man seine Bettdecke ordentlich schüttelt.
Alternativ kann es sich auch um ein einfaches Regal oder ähnliches handeln, da kann man dann zwar nicht so viel unterbringen, aber die benötigte Ablagefläche hat man trotzdem.
Für die Symmetrie, wenn genügend Platz ist, kann man sich auch zwei Nachttischchen gönnen, eins links und eins rechts vom Bett.

Auf dem Nachttisch kann man dann seine Nachttischlampe abstellen und seinen (Licht-)Wecker.

Die Ankleide im Schlafzimmer

In manchen Wohnungen gibt es eine an das Schlafzimmer angeschlossene Ankleide – der richtige Ort für die Kleidung. Allerdings hat man manchmal den Eindruck der Architekt hatte einen zu großen, schlecht geschnittenen Raum mit zu wenigen Fenstern und schon 3 Gäste-WCs in der Wohnung, also wurde der Winkel eben als Ankleide definiert. Wie dem auch sei, wer keine Ankleide hat, wird seine Kleidung im Kleiderschrank aufbewahren wollen und der ist im Schlafzimmer normalerweise auch gut untergebracht, wenn das Schlafzimmer nicht zu klein ist.

Wo ein Kleiderschrank ist, sollte ein großer Wandspiegel nicht weit sein, damit ihr euer Outfit kontrollieren könnt. Oft kommen Kleiderschränke mit integriertem Spiegel, es gibt aber auch Türspiegel, die ohne Rahmen kommen und an eine (Schrank-)Tür geklebt werden können, z.B. falls euer Kleiderschrank keinen Spiegel (mehr) hat. Wer eine freie Wandfläche in seinem Schlafzimmer hat, kann natürlich auch einen schicken Spiegel mit Rahmen aufhängen.

Gute Nacht

Das Wichtigste im Schlafzimmer ist selbstverständlich ein gemütliches und bequemes Bett. Wer das hat, kann erholsam schlafen von seiner Wohnung träumen.

Add a Comment