Milchaufschäumer – für Cappuccino, Kakao und Panna Cotta

Milchaufschaeumer
Der Milchaufschäumer

In der Kategorie Küchenzubehör für den vollständigen Haushalt habe ich den Milchaufschäumer aufgelistet, der zumindest für den Amateur-Barista auf einfache Weise den Milchschaum für den Cappuccino bereitet.


Die Luxusvarianten von Espressomaschinen/Kaffeevollautomaten schäumen den Milchschaum auf Knopfdruck, da steht dem Cappuccino nichts im Wege. Einfachere Espressomaschinen dagegen haben nur eine Milchschaumdüse, mit der man mit etwas Übung das “Mützchen” für den Espresso geschäumt bekommt. M.E. größtes “Problem” dabei ist die Reinigung, da gibt es schon ein paar Ecken und Kanten, an denen Milchreste anhaften können, die durch die Hitze des Dampfs auch noch “angebraten” werden können und schwupps hat man eine kleine Bakterienfarm…
Bei ganz einfachen Modellen, wie etwa den Bialettis ist man ganz auf sich gestellt, was die Erzeugung von Milchschaum angeht (da kann man froh sein, wenn man nicht selbst melken muß ;)).

Die einfachste Möglichkeit an Milchschaum zu kommen ist aus meiner Erfahrung ein Milchaufschäumer – ich habe diesen von Severin – und den stelle ich euch hier genauer vor.

Was ist ein Milchaufschäumer?

Basis, Krug und Deckel

Für diejenigen unter euch, die sich unter einem Milchaufschäumer nichts vorstellen können und denen auch Produktlinks nicht weitergeholfen haben, gibt’s hier eine kurze Beschreibung.
Wie bereits aus den einleitenden Worten hervorgegangen sein sollte, benötigt man einen Milchaufschäumer unter anderem für Cappuccino, damit man die Milch aufschäumen kann. Es gibt aber wohl auch andere Kaffeespezialitäten, für die Milchschaum benötigt wird und “die Kleinen” mögen vielleicht einen “White Fluff” – Milch und Schaum aber kein Espresso.
Milchaufschäumer bestehen üblicherweise aus einer Art Edelstahl-Krug, in dem ein schaumerzeugendes Rädchen eingesetzt wird und der auf eine Basis aufgesetzt wird, die zum Einen das Rädchen dreht und zum Anderen die Flüssigkeit im Krug erwärmt.
Mein Milchaufschäumer hat auch nur einen Knopf, da kann man bei der Bedienung nur wenig falsch machen – es gibt nur die Möglichkeiten “kalt” oder “warm” und “mit Schaum” oder “ohne Schaum” (je nach eingesetztem Rädchen).

Lohnt sich ein Milchaufschäumer?

Natürlich stellt sich die Frage, ob sich die Anschaffung überhaupt lohnt. Wie oft trinkt man schon daheim Cappuccino, wo man doch in der Arbeit einfachen Zugang zu den verschiedensten Kaffeespezialitäten hat? Und wenn man doch mal zuhause einen Cappuccino will, kann man doch auch die Milchschaumdüse verwenden oder eins von diesen batteriebetriebenen Mixstäbchen für Milchschaum…

Theoretisch gibt es natürlich Alternativen, aber in der Praxis ist der Milchaufschäumer die m.E. einfachste Variante an Milchschaum zu kommen und wir wollen ja auch mal auf dem heimischen Sofa einen Cappuccino genießen, nicht nur in der Arbeit.

Außerdem lohnt sich die Anschaffung eines Milchaufschäumers auch, da er sinnvoll anderweitig eingesetzt werden kann.

Rädchen für “mit Schaum” und “ohne Schaum”

Wofür kann man einen Milchaufschäumer verwenden?

  • Schäumen von Milchschaum – naheliegenderweise
  • Zubereitung von heißer Schokolade – für den Milchschäumer gibt es auch ein Rädchen, das die Milch rührt, damit sie nicht anbrennt, aber das keinen Schaum erzeugt. So kann man sich einen Kakao aus reinem Kakaopulver (nicht dem löslichen Kakaogetränkepulver aus eurer Kindheit, das aus reichlich Zucker besteht) rühren lassen und kann den Zucker selbst dosieren. Reines Kakaopulver löst sich nicht so leicht auf, deshalb erfordert es mehr Rühraufwand. Außerdem will man vielleicht für eine einzelne Tasse Kakao nicht einen großen Topf abspülen/einsauen.
  • Zubereitung von Eisschokolade – da der Milchschäumer auch kalt rühren kann, kann man ihn auch dazu verwenden kalten Kakao aus reinem Kakaopulver herzustellen – eine Kugel Eis dazu und schon ist die Eisschokolade fertig.
  • Erwärmen von Glühwein – etwas Wein, ein paar Gewürze, ein paar Runden im “Glühweinbereiter” und schon kann man sich mit 1-2 Tassen in weihnachtliche Stimmung bringen.
  • Herstellung von Panna Cotta – Sahne und Vanille werden im “Panna-Cotta-Bereiter” erwärmt und die Gelatine darin aufgelöst. Man braucht nicht selbst rühren, sondern nur ein paar Mal das Knöpfchen drücken und man braucht sich kaum Gedanken machen, daß die Sahne zu heiß wird. Damit kann man Panna Cotta für die ganze Familie herstellen (bis ca. 7 Portionen)
  • Vorbereitung von Creme brülee – Milch, Sahne und Vanille müssen hierzu langsam erwärmt werden, bevor sie mit den anderen Zutaten vermischt werden können. Auch hier kann der Milchaufschäumer die Arbeit des Rührens der Sahne abnehmen und ein Überhitzen derselben vermeiden.

Wie ihr seht, ist der Milchaufschäumer vielseitig einsetzbar, ich muß euch aber warnen, zur Herstellung von Zabaglione eignet er sich leider nicht.
Vermutlich sind nicht alle genannten Anwendungen von der Garantie abgedeckt, aber vielleicht finden sich in eurem Haushalt noch weitere Einsatzzwecke für den Milchaufschäumer. Wichtig ist v.a. daß, was immer ihr rühren laßt, nicht zu dickflüssig oder cremig wird, damit sich das Rädchen gut drehen kann und nichts anbrennt.

Cappuccino mit ordentlich Schaum

Wie ist der Milchaufschäumer zu reinigen?

Bei jedem Küchenhelfer ist die Frage der Reinigung wichtig, wir wollen uns schließlich nicht das Rühren erleichtern aber dann zwei Stunden Milchreste abspülen müssen!
Hier kann ich euch beruhigen. Grundsätzlich sind Krug und Rädchen lt. Hersteller spülmaschinengeeignet. Aus Erfahrung kann ich sagen, daß sich sowohl Krug, als auch Rädchen problemlos und ohne hartnäckige Anhaftungen per Hand abspülen lassen. Ich spüle den Krug nach Verwendung kurz aus und spüle später alles gründlich ab. Manchmal bin ich auch bequem und nutze die “Selbstreinigungsfunktion”, indem ich etwas Wasser und Spüli in den Milchaufschäumer gebe und und das ein oder zwei Runden erwärmen lasse.

Welche Nachteile hat der Milchaufschäumer?

Nachteile hat der Milchaufschäumer eigentlich keine, folgendes könnte gegen die Anschaffung sprechen:

  • Er braucht Platz – Er nimmt ungefähr so viel Platz weg, wie eine kleine Teekanne.
  • Er kostet Geld – auch wenn ich einen Milchaufschäumer zum Standard-Küchenzubehör zähle, sollte man ihn sich schon leisten können (keine Sorge, so teuer ist er nicht) – vielleicht muß man einfach bis Weihnachten warten…
  • Kakao-Temperatur – obgleich ich mit der Temperatur meiner heißen Schokolade aus meinem Milchaufschäumer immer zufrieden war, habe ich von Personen mit einem anderen Modell gehört, daß die heiße Schokolade für deren Geschmack nicht heiß genug wurde.
Krug von innen mit eingesetztem Schaumrädchen

Wo bekomme ich den Milchaufschäumer?

Wenn ihr jetzt zu dem Schluß gekommen seid, ein Milchaufschäumer könnte euer Leben auch erleichtern oder verbessern, könnt ihr in den üblichen Elektromärkten, Haushaltsabteilungen der Kaufhäuser oder beim Haushaltsgeräte-Fachhändler fündig werden oder ihr setzt euch mit eurem Espresso auf’s Sofa und bestellt im Internet:

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