Essen in der Zombi-Apokalypse

Die Zombi-Apokalypse, aka Todesvirus, aka Corona-Krise ist über uns hereingebrochen. Man bleibt besser daheim, aber wir haben Glück, die Lebensmittelversorgung scheint sichergestellt, es gibt Strom, es gibt Wasser und v.a., es gibt Internet. Nachdem ich – wie die meisten – Ausgangsbeschränkungen unterliege und zufälligerweise auch Urlaub habe, den ich auf Grund der “Zombi-Apokalypse” leider nicht wie geplant im sonnigen, warmen Spanien verbringen kann, habe ich Zeit euch blog-mäßig an meinem “Essen in Krisenzeiten” teilhaben zu lassen.

Vielleicht findet ihr auch wenn das “Todesvirus” ausgerottet ist und wir zur “Normalität” zurückgekehrt sind Inspiration hierin (oder unter Kochen mit leerem Kühlschrank).

Tag 1

Toast mit Butter und ein Tee – ein solides Frühstück für jeden Tag.
Zum Abendessen gab es gefüllte Schweinelende. Es waren noch getrocknete Tomaten in Öl im Kühlschrank von Hühnchen zypriotisch, das es vor einiger Zeit gab. Etwas Käse und ein paar Kräuter und Gewürze dazu, schon hatte ich eine geeignete Füllung und als Beilage ein Knoblauchbaguette.

Tag 2

Für diesen Tag habe ich ein paar Eier “haltbar” gemacht, indem ich sie zu Nußkuchen mit Schokoladenstückchen verarbeitet habe. Das ergibt 6-7 Portionen und ich hatte ein leckeres Frühstück. Was zu viel ist kann man gut für schlechte Zeiten einfrieren.
Bei meinem letzten Einkauf habe ich in Vorbereitung auf die Krise noch frisches Obst gekauft, das muß natürlich zeitnah verzehrt werden, daher gab es Melone als Zwischenimbiß.
Eine feine Mahlzeit macht “schwere Zeiten” gleich weniger dramatisch und verbessert die Stimmung, deshalb gab es Nudeln mit rotem Pesto (es waren noch getrocknete Tomaten übrig) zum Abendessen und zu einem feinen Dinner einen feinen Wein :).

Tag 3

Ein Safranrisotto ist einfach gemacht und schmackhaft. Da man dafür etwas Weißwein benötigt, gab es auch hier den übrigen Wein zum Essen.

Tag 4

Es gab Nudeln, es gab Reis, zur Abwechslung gab es an diesem Tag Rührei. Das klingt schon fast nach Krisenzeit, aber mit Zwiebeln, Tomaten und ein paar frischen Kräutern und Gewürzen wird es deutlich aufgewertet.
Diesmal gab es keinen Wein, den gibt es nur zu besonderen Anlässen. Stattdessen gab es Limo.

Tag 5

Zum Frühstück Joghurt, Melone und Tee. Abends gab es dann wieder Nudeln – es waren noch ein paar getrocknete Tomaten in Öl übrig, die habe ich mit etwas Knoblauch gebraten und ein paar Kräuter und Parmesan darüber gestreut.
Als Dessert gab es einen Schokoladen-Lava-Kuchen, der mir wunderbar gelungen ist.

Tag 6

Ich hatte ja bei meinem letzten Einkauf eine Mango gekauft, die habe ich heute zum Frühstück angeschnitten, bevor sie überreif wird, und mit Joghurt gegessen.

Und wie ihr wißt, sollte ich ja eigentlich in Spanien sein, wäre da nicht dieses “Todesvirus”. Naja, wenn der Mensch nicht zur Paella kann, muß die Paella eben zum Menschen… Ich hatte also eine selbstgemachte, nicht authentische Krisen-“Paella” (ein paar nicht vorhandene Zutaten wurden weggelassen). Vermutlich wäre sie in Valencia besser gewesen, aber was soll man machen…?

Tag 7

Der Tag wurde mit Quark begonnen, allerdings war es wohl “fettarmer”. Der Quark, den ich sonst nehme, war ausverkauft, als ich letzte Woche einkaufen war, was blieb mir also übrig, außer diesen zu nehmen? Er erschien mir aber etwas trocken, als ich ihn in die Schüssel gefüllt und verrührt habe, also habe ich noch ein paar Mango-Stückchen untergerührt. In Zukunft nehme ich wieder den “normalen” Quark – ihr könnt gerne den “fettarmen” Quark für euch nehmen ;p.
Abends gab es Tomatensuppe – ein Rezept aus meinem Jamie-Oliver-Kochbuch und den Rest von der Mango zum Dessert. Jetzt sind die frischen Zutaten verbraucht und können nicht mehr verderben.

Als Zwischenimbiß gab es heute einen Doppelkeks (oder zwei), wie die letzten Tage bereits auch schon.

Tag 8

Tag 8 – seit einer Woche habe ich die Wohnung nicht verlassen (außer einmal, um den Müll runterzubringen) – ich leiste also meinen Beitrag den Todesvirus einzudämmen.
Heute gab es Joghurt mit Haferflocken zum Frühstück und zum Abendessen Pfannkuchen mit Eis, wie man es aus Australien kennt.
Die Pfannkuchen habe ich mit selbstgemachter “Hafermilch” gemacht, aber keine Sorge, ich bin nicht unter die Veganer gegangen, das war mehr ein wissenschaftliches Experiment und ich wollte heute (in Krisenzeiten) nicht für eine kleine Menge Milch eine ganze Packung öffnen.
“Hafermilch” schaut zwar schon aus wie Milch, aber schmeckt roh anders (nach Haferflocken). In den Pfannkuchen hat sie allerdings gut funktioniert, ohne “komischen” Beigeschmack (sicherheitshalber habe ich etwas Zimtzucker über die Pfannkuchen gestreut 😉 ).
Mein wissenschaftliches Experiment betrachte ich damit als erfolgreich und “Hafermilch” als eine Option für Pfannkuchenteig, falls Kuhmilch nicht verfügbar oder zu umständlich ist.

Tag 9

Kuchen und Muffin aus dem Gefrierfach (ich bin vorbereitet 😉 ) zum Frühstück und abends Nudeln mit asiatischer Knoblauch-Soße.

In einem wissenschaftliches Experiment wurde versucht aus “Hafermilch” (da war noch welche übrig) Cappuccino zu machen. Ich kann das Ergebnis vermelden: “Hafermilch” eignet sich nicht, da entsteht kein Milchschaum. Außerdem hat sie heute auch etwas durchsichtig ausgeschaut. Mal schauen, ob sich noch ein Verwendungszweck für den Rest “Hafermilch” findet…

Tag 10

Heute habe ich mich ganz auf mein Gefrierfach verlassen – zum Frühstück Nußecke und Streuselkuchen mit Kirschen und abends Schweinelende in Rahmsoße und Spätzle (die Spätzle waren frisch gemacht).

Tag 11

Heute war es so weit, ich habe mich aus meinem “Bunker” gewagt und wieder Lebensmittel besorgt. Diverse Leute sind mit Mundschutz herumgelaufen – ich sehe das wahrscheinlich nicht ganz richtig, aber ich bin diesen Leuten gegenüber skeptisch. So ein Mundschutz von Fremden auf der Straße erweckt in mir den Eindruck die sind krank, da sollten die besser daheim bleiben… Aber wahrscheinlich haben sie nur Angst, jemand ohne Mundschutz hustet sie an…
Im Übrigen kann ich beruhigen, es gab fast alles – reichlich Toilettenpapier, es ist nicht nötig sich einen lebenslangen Vorrat anzulegen, Nudeln, Dosenbohnen, Butter, Hefe, Auberginen, Schokolade, Wein,…
Aber kommen wir zum Wichtigen: Zum Frühstück hatte ich Amerikaner (aus dem Gefrierfach) und aus dem Rest “Hafermilch” habe ich eine heiße Schokolade gemacht – das ging zur Not, aber in Zukunft nehme ich nach Möglichkeit doch lieber wieder richtige Milch.
Abends habe ich mir ein Pizza mit Rohwurst gemacht (deshalb war ich einkaufen).

Tag 12

Letzter Tag meines Urlaubs, aber nicht der letzte Tag der Ausgangsbeschränkungen…
Zum Frühstück: Tee und Joghurt mit Haferfocken
Zum Abendessen: Auberginen-Curry und “Naan-Brot”. Dieses Auberginen-Curry war nicht sehr fotogen und hat mich insgesamt nicht überzeugt.

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